TV Häver lässt Spradow II keine Chance

TV Häver lässt Spradow II keine Chance

Bericht aus Neue Westfälische - Bünde vom 07.03.2016

Beim 25:33 (8:15) der abstiegsbedrohten HSG Spradow II gegen den schon fast gesicherten TV Häver war das Spiel keine zehn Minuten alt, da waren die Fronten schon geklärt. Häver legte ein 3:0 und 8:2 vor und ließ die HSG II trotz ihrer Verstärkungen, Philipp Rausch, Jan-Frederik Koebke und Daniel Overlack nicht gut aussehen. Auch folgend strebte Häver ziemlich unbehelligt dem Derby-Sieg entgegen.Zu unplatziert waren viele Spradower Würfe, als dass sie Stefan Kukuric im Tor des TVH ins Schwitzen gebracht hätten. Auf der anderen Seite bekamen beide HSG-Torhüter Sebastian Heisig wie Dominik Ott, die mehrmals wechselten, kaum einen Ball zu fassen, - von dem zwölffachen Torschützen Mirko Oepping schon gar nicht.

Nach dem Seitenwechsel beim Stand von 8:15 aus Spradower Sicht, kam die HSG II nicht viel besser ins Spiel als in den 30 Minuten zuvor. Lars Strakeljahn warf frei am Kreis am Häveraner Tor vorbei, Koebke nahm sich zwei hastige Würfe und Overlack scheiterte an Kukuric. Während dessen erhöhte der Gast auf 17:8. In der 35. Minute gelang Timm Eikötter der erste Treffer der Gastgeber im zweiten Spielabschnitt. Doch Oepping ist mit dem 18:9 postwendend zur Stelle.

Das Spiel plätscherte so weiter, und als nach 50 Minuten der Gast mit zehn Toren vorne lag (29:19), war die 13. Niederlage der HSG Spradow II besiegelt. "Das was uns letzte Woche in Schildesche mit dem 29:24-Erfolg noch gelang, war diesmal nicht vorhanden. Häver hat verdient gewonnen", sagte HSG II-Trainer Michael Meyer nach der 25:33-Niederlage. TVH-Spielertrainer Martin Kracht sah in der "6:0-Deckung vor dem guten Stefan Kukuric", die Basis für den Sieg, der den TV Häver dem Klassenerhalt wieder einen Schritt näher brachte. Die HSG Spradow II indes muss am nächsten Sonntag bei der ebenfalls abstiegsbedrohten HSG Quelle/Ummeln unbedingt punkten, sonst wird es ganz eng.

HSG Spradow II: Heisig, Ott; Niederbäumer (1), Lenke (1), Strakeljahn (2), Drosdow (8/3), Eikötter (4), J. Brandt (2), P. Rausch, Overlack (2), Niermann (2), J.-F. Koebke (1), Heise (2), Oebke (n. e.).

TV Häver: Kukuric, Lotz (ab 50. Minute); Kracht (5), Flechtner (3/1), Tödtmann (4), Oepping (12), Stallmann (1/1), Talke (5), Ahlmeier, Sawatzki, Clausing (1), Heuser (2).

 

Bericht aus Westfalen-Blatt vom 07.03.2016

Von Gerrit N o l t e

B ü n d e (BZ). Deutliche Angelegenheit: Der TV Häver hat das Derby in der Handball-Kreisliga A für sich entschieden. Bei Kellerkind HSG Spradow II hieß es 33:25. 

Die Spradower hat- ten sich viel vorgenommen, konnten es aber nicht umsetzen – trotz der Verstärkung von Julian Brandt und Jan Frederik Koebke. Zudem wirkte Daniel Overlack nach seiner Knieverletzung überraschend wieder mit. »Häver hat das gemacht, was wir machen wollten. Sie waren engagierter, haben Druck aus-geübt und waren einfach besser«, sagte HSG-Trainer Michael Meyer. Schon zur Pause und einem 8:15-Rückstand war die Entscheidung gefallen. Auch nach dem Wechsel hatte Spradow den souveränen Häveranern nichts mehr entgegen- zusetzen. Über ein 17:8 zogen die Gäste auf 21:11 davon. Beim 28:15 betrug der Vorsprung sogar 13 Treffer, ehe es in einer einseitigen Begegnung mit einem 33:25 zu Ende ging.»Ich bin überglücklich. Bei dem, was Spradow aufgeboten hat, war ein Sieg in der Deutlichkeit nicht zu erwarten«, sagte TV-Spielertrainer Martin Kracht. »Ein höherer Sieg war möglich. Aber nach einem klaren Vorsprung schaltet man etwas zurück und wir haben viel durchgewechselt«, fügte er hinzu. Der Schlüssel zum Sieg war für Kracht erneut die starke 6:0-Deckung und dahinter ein starker Stefan Kukuric im Tor. »Bei uns hatten die Verstärkungen einen rabenschwarzenTag. Zudem sind viele Abpraller beim Gegner gelandet, der dadurch zu Gegenstößen gekommen ist«, resümierte Meyer. »Und der Wille, das Tor zu erzielen, hat heute bei uns gefehlt.«