1. Herren - Kein Kabinen-Picknick mit Vette

1. Herren - Kein Kabinen-Picknick mit Vette

 
 
 
Kirchlengern(sp). Der TV Häver hat beim 22:19 (11:9) gegen die HSG Löhne-Obernbeck II seinen vierten Saisonsieg in der Handball-A-Liga eingefahren. Mit dem Ergebnis war Trainer Pascal Vette zufrieden. Und zwar nur damit.
 
Häver erwischte einen guten Start, setzte sich über 4:1 und 6:3 auf 8:4 ab. »Bis dahin war's O.K.«, sagte Vette. »Dann haben wir die detailliert ausgeklügelte taktische Marschroute ohne Grund verlassen.« Die Folge: nur noch 9:8. In die Pause ging es mit einem 11:9, das der TVH schnell auf 13:9 aufstockte. »Das war kein Picknick in der Kabine«, fand Vette in der Pause deutliche Worte. Es wurde nicht besser. Weil Häver viel zu überhastet abschloss, verkürzte der Aufsteiger auf 14:13 – und ging dann sogar 18:14 in Führung. Vette nahm eine Auszeit, stellte auf 4:2-Deckung um und beim 17:18 war der Rückstand aufgeholt. Nach dem 17:19 entschied Häver die Partie dann mit einem Fünf-Tore-Lauf.
 
TV Häver:Sell, Brümmelhörster – Ramöller (1), Tienemann (1), Moning (4), Steube, Tödtmann (5), Heuser (3), Oepping (8), Stallmann, Schwarze, Clausing, Becker.
 
(Bünder Zeitung, 10.11.2014)
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Bünde (fin). In der Handball-Kreisliga A blieb es der SG Bünde-Dünne II versagt, die Spitzenposition bei der HSG Spradow II zu verteidigen. Dessen Trainer Michael Meyer plagen Personalnöte; er bat um Verlegung, welcher der Nachbar zustimmte. Ein neuer Termin ist noch nicht fixiert. Der TV Häver sorgte bei seinem Trainer Pascal Vette wieder einmal für ein Wechselbad der Gefühle, ehe der verdiente 22:19 (11:9)-Erfolg über die HSG Löhne-Obernbeck II in trockenen Tüchern war.
 
Häver begann gut und führte, über 3:0 und 6:2, Mitte der ersten Spielzeit sicher mit 8:4. "Dann verloren wir wieder unsere taktische Linie", sagte Vette. Für dessen Geschmack wurde zu schnell abgeschlossen und dadurch der Gast ins Spiel gebracht. Die HSG II kam so bis zur Pause auf 9:11 heran. "Wir kamen dann deutlich besser aus der Kabine", lobte Vette das schnelle 13:9 seiner Mannschaft. Bis zum 14:12 hielt der TVH den Vorsprung. "Dann kassieren wir sechs Tore nacheinander", wunderte sich der Trainer über den Leistungsabfall seiner Sieben. In der fälligen Auszeit nach 45 Minuten, "sortierte" Vette sein Team, stellte die Abwehr auf 4:2-System um und blies zur Aufholjagd. Beim 19:19 waren beide Seiten wieder auf Augenhöhe. Einfache Ballgewinne aus der neuen Abwehrformation und ein starker Marco Sell im Tor brachten dann den Erfolg.

TV Häver: Sell, Brümmelhörster; Moning (4), Oepping (7), Heuser (3), Tödtmann (5), Ramöller (2), Tienemann (1), Steube, Clausing, T. Stallmann, H. Schwarze, Becker.
 
(NW, 10.11.2014)